Schlotter



EBERHARD SCHLOTTER
BIOGRAFIE und AUSSTELLUNGEN (Ausschnitt)

1921
3 Juni Geburt in Hildesheim, Deutschland.

1928

Mit 7 Jahren sah er zum ersten Mal dem Radierer Karl Radler bei der Arbeit zu und war fasziniert von der Präzision dieser Kunst. Das war alles so faszinierend, dass ich kaum zu atmen wagte. Ich wollte auch radieren.

1929
Unter der strengen Aufsicht seines Vaters, Heinrich Schlotter, dem Bildhauer und Kunstgewerbelehrer erlernt er das Zeichnen. Er lernt Kurt Schwitters, den Freund seines Vaters kennen.

1936-1937
Hospitant an der Hildesheimer Handwerks-und Gewerbeschule bei Wilhelm Maigatter.
Seine erste Radierung "Hückedahl" entsteht.

1939
Erste Einzelausstellung im Knochenhauer Amtshaus in Hildesheim. Stipendium der Friedrich Behrens Stiftung, Hannover. Studium an der Akademie der Bildenden Künste in München. Mietet ein Atelier. Ich wusste nur eins, ich wollte Maler werden. Hinter mir lag eine Jugend, die geprägt war vom Gleichschritt und den Befehlen des Ungeistes…… um mich war viel Nebel . Der zweite Weltkrieg wurde vorbereitet.

1944
Hochzeit mit Dorotea von der Leyen in Darmstadt.

1945
Lebt als freischaffender Künstler in Darmstadt.

1946
Erste Einzelausstellung nach dem Krieg, veranstaltet von der Kunsthandlung Felix Dörffel, Darmstadt.

1947
Geburt der Tochter Sibylle, die heute als Fotografin arbeitet. Freundschaft mit Kasimir Edschmid.

1949
Ausstellung: "Ölbilder, Aquarelle, Zeichnungen" im Amerikahaus, Darmstadt. Korrespondenz mit Max Beckmann.

1951
"Fertigstellung" zweier Fresken in der Victoria Schule in Darmstadt. Beteiligung an der Ausstellung der neuen Darmstädter Sezession auf der Mathildenhöhe in Darmstadt zu dem Thema: "Das Menschenbild in unserer Zeit".

1952-1953
Erste Spanienreise. Fertigstellung von Decken- und Wandmalereien, sowie Gipsmosaiken in öffentlichen Einrichtungen in Deutschland. Besuch bei Picasso und Matisse in Vallauris und Vence. Verleihung des Ströher- Preises für zeitgenössische Malerei.

1954
Reise in den Vorderen Orient. Zweite Reise nach Spanien mit der Entdeckung Alteas. Beteiligung an der Ausstellung der Neuen Darmstädter Sezession in Wien. Verleihung des Förderpreises des Bundesverbandes der Deutschen Industrie.

1955
Wahl zum Vorsitzenden der neuen Darmstädter Sezession. Der Schriftsteller Ernst Kreuder berichtet ihm von der Not Arno Schmidts, der in Kastel, Rheinland-Pfalz lebte, dem eine Anzeige wegen Gotteslästerung und Pornografie drohte. Ein von Eberhard Schlotter organisierter Umzug nach Darmstadt konnte ihn davor bewahren. Beginn einer Freundschaft mit Arno Schmidt.

1956
Reise nach Paris, Sommerreise nach Spanien. Kauf eines kleinen Fischerhauses am Meer in Altea am Cap Negret. Umsiedlung nach Altea. Reisen durch Spanien, die den Grundstein des Bilderzyklus Die Familie des Metzgers bildet, die er in den 80er Jahren wieder aufnimmt.

1957
Niederlegung des Vorsitzes der Darmstädter Sezession. Gemeinsamer Austritt mit Arno Schmidt.

1958
Erste Einzelausstellung in Spanien in der Galerie La Fe in Madrid. Besucht den Maler Joan Miró, lernt Antonio Tapies kennen. Beginn einer Freundschaft mit Oscar Kokoschka.

1960
Eröffnung der Ausstellung "Ölbilder, Aquarelle, Zeichnungen, Grafik" auf der Mathildenhöhe in Darmstadt mit seiner "spanischen Ernte". Vorbereitung seiner Rückkehr nach Deutschland.

1961
Freundschaft mit Otto Dix und Ludwig Meidner.

1962
Ausstellung: "Malerei und Grafik" in der Galerie Klihm, München. Ausstellung: "Malerei und Grafik" in Haus Salve Hospes, Braunschweig.

1963
Nach langen Versuchsreihen gelangen die esten Radierungen der von ihm erfundenen Technik der "Weichen Ätzung im Aquatintaverfahren".

1964
Tod seines Vaters. "In seinen letzten Lebensjahren ging Vater gerne allein mit dem Zeichenstift und den Aquarellfarben in seine Heidelandschaft um Bargfeld und zeichnete und malte. Er besuchte uns in Spanien und zeichnete und malte. Er hatte seine Lebensfreude wiedergefunden und die Stunden und Tage, die wir mit ihm erlebten, waren erfüllt vom stillen Glücklichsein. Seine Kritik an der Entwicklung der bildenden Kunst hatte sich in Toleranz verwandelt.." Der spätere Bundeskanztler Willi Brandt, seinerzeit Bürgermeister von Berlin, gibt bei ihm ein Portrait des Architekten Walter Gropius in Auftrag. Korrespondenz und Freundschaft mit ihm.

1966
Ausstellung: "Max Klinger/ Eberhard Schlotter, Radierungen", Kunsthalle. Darmstadt. Entstehung der Serie "Los Alimentos".

1967
Joseph Drexel Preis, Nürnberg. Professur an der Hochschule der Bildenden Künste, Hamburg.

1968
Entstehung der Zerrspiegel Bilder.

1971
Heinrich Merck Ehrung. Verleihung des Darmstädter Kunstpreises. Teilnahme an der Ausstellung: "Albrecht Dürer zu Ehren" im Germanischen Nationalmuseum, Nürnberg.

1976
Reise in die Karibik: Trinidad, Tobago und Dominica.

1977-1981
Entstehung der Radierungen zum "Don Quijote" von Cervantes, in der Überarbeitung von Camilo José Cela, dem späteren Nobel Preisträger.

1978
Reise nach Sri Lanka. Ausstellung: "Radierungen 1936-1978", Museum Mathildenhöhe, Darmstadt.

1979
Tod von Arno Schmidt in Celle. Mitglied der Academia Italiana.

1980
Ernennung zum Profesor an der Johannes Gutenberg Universität, Mainz.

1981
Exposición: "Óleos, Dibujos, Gráficos" en el "Roemer und Pelizaeus" Museo de Hildesheim.

1982
Erste Ausstellungen zum "Don Quijote" in der Galerie Kreisler II in Madrid, Spanien, Grosse Einzelausstellung im Gutenberg Museum und im Mittelrheinischen Landesmuseum, Mainz. Mitglied der Real Academia de Bellas Artes de San Fernando, Madrid.

1983
Übergabe aller Radierplatten sowie einer Originalausgabe des "Don Quijotes" an die Academia de Bellas Artes de San Fernando, Madrid. Südamerika Reise.

1984-1988
Entstehung der Radierungen zum "Kolumbus" mit Texten des Historikers Juan Pérez de Tudela.

1984
Südamerikareise. Besuch bei dem Maler Guayasamín. Ausstellung: "Radierungen von Eberhard Schlotter: 1938-1984", Nationalbibliothek Madrid. Lernt den Schriftsteller Luis Borges kennen. Entstehung der Radierungen zu Goethes "Faust".

1985
Reise nach Kuba.

1986
Gastprofessur an der Universität de los Andes, Bogota, Kolumbien. Reise in die Karibik und Amazonas.

1989
Reise nach Kolumbien, Peru und Bolivien.

1991
Ehrengast der Villa Massimo, Rom.

1993
Tod seiner Frau Dotothea nach langen Krankheit in Altea. Gründung der Eberhard Schlotter Stiftung in Celle, Niedersachsen.
Verleihung des Bundesverdienstkreuz am Bande. Reise nach Peru.

1995-1996
Reise nach Peru und auf die Osterinsel. "Langsam kehrt die Farbe in meine Bilder zurück. Der kleine Funken Licht, der uns an die Liebe erinnert.".

1995
Gründung der Eberhard Schlotter Stiftung in Altea..

1997
Ausstellung: "Licht und Schatten", in der Diputation in Alicante und in der Eberhard Schlotter Stiftung, Altea. Ausstellung: "Die Metzgerfamilie", Museum de Beneficencia, Valencia.

1998
Südamerikareise. Ausstellung: "Picasso, Dalí, Miró, Grafik", Eberhard Schlotter Stiftung, Altea.

1999
Südamerikareise. Ausstellung: "Fin del Siglo, Latinoamericanto, Ölbilder und Aquarelle aus Südamerika" in der Eberhard Schlotter Stiftung, Altea. Ausstellung "zum 250 Jahrestag der Geburt Goethes mit Radierungen zum Faust" im Goethe Institut, Madrid.

2001
Ausstellung: "Grafik, Aquarelle und Zeichnungen", Sala Joseph Renau, Politechnische Universität, Valencia. Ausstellung: "Die leeren Bilder (1950-1990)", Eberhard Schlotter Stiftung,Celle, Hannover. 80 Geburtstag. Ausstellung: "Zeichnungen und Aquarelle aus Altea", Villa Gadea- Internationales Musik Zentrum der Unesco. Ausstellung: "Los Alimentos (1966), Ölbilder, Zeichnungen und Radierungen", Eberhard Schlotter Stiftung, Altea. Ausstellung: "Eberhard Schlotter y el mundo Mediterráneo Español (1952-2000)", Palau Altea und in der Ausstellungsräumen der Caja Ahorros Mediterráneo, Alicante. Goldmedaille San Carlos, verliehen von der Fakultät der Blidenden Künste der Politechnischen Universität Valencia.

2002
Ausstellung: "Eberhard Schlotter y el Mundo Mediterráneo Español (1952-2000"), Sala Joan Miró, Palacio de Exposiciones y Congresos in Madrid. Ehrenmitglied der Fundación Carlos III und dem Iberoamerikanischen Forum, Madrid. Ausstellung: "Max Klinger/Eberhard Schlotter, Meister der Radierung", Eberhard Schlotter Stiftung, Altea. Ausstellung: "Eberhard Schlotter, Aquarelle und Zeichnungen aus Altea" in der Galerie Las Cocheras del Rey, San Lorenzo del Escorial, Madrid. Ausstellung: "Eberhard Schlotter, Apuntes de un viajero, (Anmerkungen eines Reisenden) Aquarelle, Zeichnungen, Radierungen", Nationalbibliothek José Martí, Havanna, Kuba.

2003
Ausstellung: "Eberhard Schlotter, Ölbilder, Aquarelle, Zeichnungen und Radierungen", Eberhard Schlotter Stiftung, Altea. Ausstellung: "Portraits, Radierungen von Eberhard Schlotter", Theater Arriaga in Bilbao.

2004
Ausstellung: "Türen, Wände, Zugänge, Gemälde von Eberhard Schlotter", Eberhard Schlotter Stiftung, Altea. Ausstellung: "Maskaradas, Ölbilder, Zeichnungen und Radierungen von Evaristo Valle, Eberhard Schlotter und José Guitérrez Solana", Eberhard Schlotter Stiftung, Altea.

2005
Ausstellung: "Don Quijote, 400jähriges Jubiläum, Radierungen von Eberhard Schlotter", Kulturzentrum Jovellanos, Gijón, Asturien, Palacios de la Junta de Extremadura in Mérida und Cáceres, Museum der Universität Alicante und im Museum der Universität von Toulouse, Frankreich. Ausstellung: "Que Calor, neue Gemälde von Eberhard Schlotter", Eberhard Schlotter Stiftung, Altea. Ausstellung: "El Ingenioso Hidalgo, Radierungen von Eberhard Schlotter", Biblioteca Valenciana im Kloster San Miguel de los Reyes, Valencia. Ausstellung: "Don Quijote, 400jähriges Jubiläum, Radierungen von Eberhard Schlotter" im Palau Altea und in der Eberhard Schlotter Stiftung, Altea..

2006
Ausstellung: "Eberhard Schlotter, Aquarelle und Zeichnungen aus der Provinz Valencia", in den Ausstellungsräumen des Casino Alicante. Ausstellung: "Eberhard Schlotter, 50 Jahre in Altea, 85 Gebutrstag und 10jähriges Bestehen der Fundation", Eberhard Schlotter Stiftung in Altea. Ausstellung: "Portraits II, Radierungen von Eberhard Schlotter", Eberhard Schlotter Stiftung in Altea.

2007
Ausstellung: "Arquipintura 1997-2006", 137 Arbeiten die von 1997 bis 2006 entstanden sind, Eberhard Schlotter Stiftung Celle im Bomann Museum. Die Ausstellung wurde am 24 Februar von der Familienministerin Ursula von der Leyen eröffnet. Dauerausstellung der 160 Radierungen des Don Quijotes von Eberhard Schlotter, Eigentum der Fundación Alvarez Viña in der Stiftung Alvarez Viña in der Bibliothek des Centro Integral Municipal El Lano in Gijón, Asturien Ehrenmitglied der Stiftung Alvarez Viña in Asturien. Am zweiundzwanzigsten Mai Einweihungsausstellung des neuen Gebäudes der Eberhard Schlotter Stiftung in Altea. Ausstellung: "Malerei, Aquarelle, Zeichnungen und Radierungen von 1954-2007".
Er erhielt den Niedersächsischen Verdienstorden am Bande.

2008
Verleihung des Bundesverdienstkreuzes am Band des Landes Niedersachsen. Ausstellung: "Eberhard Schlotter, Visiones del Perú, Pinturas, Acuarelas, Dibujos y Grabados", im Instituto Cultural Peruano Norteamericano (I.C.P.N.A.), Lima, Peru

2014
Am 8. September verstarb Schlotter in Altea




 
 
Galerie Kunststätte am Michel
Kulturaustausch Hamburg-Übersee e.V.